Expertise | 21.03.2011

Fundraising vs. Sponsoring

Als Fundraising wird in der Regel die Beschaffung von Mitteln und Ressourcen, bspw. von Spenden bis hin zur Bereitschaft Zeit für ehrenamtliche Mitarbeit zu geben, bezeichnet. Fundraising gilt als professionelles Finanzierungsmarketing, mit dessen Hilfe Non-Profit-Organisationen Förderer gewinnen.

Fundraising erfolgt in der Regel ohne eine Gegenleistung. Unter Spenden werden Geld- oder Sachleistungen verstanden, die der begünstigten Organisation überlassen werden, ohne dass ein besonderer Vorteil für den Spender erwartet wird. Die Spende ist in der Regel ein einseitiges Geschäft, das kann bspw. eine Zuwendung an eine soziale Einrichtung oder für einen sozialen Zweck, oder eben für einen Sportverein oder eine Sparte in diesem sein.

Im Gegensatz dazu ist das Sponsoring ein klassisches Mittel des Marketings; das bedeutet, der Sponsor will eine Gegenleistung haben. Das Sponsoring basiert also auf dem Prinzip der Leistung und Gegenleistung. Sponsoring bedeutet die systematische Förderung von Personen, Organisationen oder Veranstaltungen im sportlichen, kulturellen oder sozialen Bereich durch Unternehmen in Form von Bereitstellung von Geld-, Sach- oder Dienstleistungen mit dem Hintergrund, die Ziele der Unternehmenskommunikation zu erreichen. In der Praxis stellt der Sponsor, in der Regel ein Unternehmen, dem Geförderten, dem Sponsornehmer, Geld, Produkte oder Dienstleistungen zur Verfügung. Im Gegenzug darf der Sponsor dies in der Öffentlichkeit bekannt machen, mit dem vorrangigen Ziel der Imageverbesserung und die Bekanntheit zu erhöhen.

Bedeutung des Fundraisings in der europäischen Gesellschaft

Der zunehmende finanzielle Engpass der öffentlichen Hand, der Städte und Gemeinden, hat dazu geführt, dass die Unterstützung von sozialen und gesellschaftsrelevanten Anliegen in den vergangenen Jahren stets weiter zurück gegangen ist. Parallel dazu werden aber die Bedürfnisse und die Aufgaben, die sich unserer Gemeinschaft stellen, alles andere als kleiner. Die immer stärker auseinander klaffende Schere zwischen fehlenden Zuwendungen und Bedürfnissen hat zur Folge, dass sich die Gesellschaft an die "neuen" Voraussetzungen angepasst hat und immer mehr selbst die Initiative übernimmt.

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