30 Jahre Metatop!
  Expertise | 11.04.2013

Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts

Höhere Freibeträge, einfachere steuerliche Regelungen sowie höhere Umsatzgrenzen haben folglich auch zahlreiche positive Auswirkungen für eingetragene Vereine und deren Ehrenamtliche, die sich in den mehr als 90.000 Sportvereinen in Deutschland engagieren.


Auch die Bundesregierung hat erkannt, dass ehrenamtliches Engagement unserer Gesellschaft gut tut und nach der kürzlich erfolgten Zustimmung durch den Bundesrat wird die Arbeit der Ehrenamtlichen und ihrer Organisationen vielfach gestärkt.

Freibeträge steigen, Haftungsregelung erweitert

Rückwirkend zum 1. Januar 2013 steigt nicht nur die steuer- und sozialabgabenfreie Übungsleiterpauschale um 300 Euro auf 2.400 Euro; sondern auch die allgemeine Ehrenamtspauschale wird um 220 Euro auf 720 Euro erhöht. Darüber hinaus wird die Haftungsbeschränkung (bei Vorsatz und Fahrlässigkeit) nur für Mitglieder des Vorstandes auf ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder und Mitglieder von Vereinsorganen erweitert.

Steuerliche Vereinseinfachung der Vereinsarbeit

Ab 2013 profitieren Vereine von höheren Umsatzgrenzen für Sportveranstaltungen, die von 35.000 Euro auf 45.000 Euro angehoben wird. Das spart Vereinen bürokratischen Aufwand. Bei höheren Umsätzen müssen alle Veranstaltungen voll versteuert werden. Parallel wird die Frist zur Mittelverwendung um ein weiteres Jahr auf zwei Jahre verlängert und die Bildung einer "freien Rücklage" erleichtert sowie die Wiederbeschaffungsrücklage gesetzlich festgelegt.

Im Falle der "freien Rücklage" bedeutet das, dass ein Teil der Einnahmen unter engen Voraussetzungen zurückgelegt werden kann. Nicht ausgeschöpfte Mittel können ab 2014 zwei Jahre vorgetragen werden. Für die Wiederbeschaffungsrücklage wird die bisherige Verwaltungspraxis gesetzlich festgeschrieben. Die Rücklagenbildung für teurere Ersatzinvestitionen ist damit auch gesetzlich abgesichert.

Quelle: www.bundesregierung.de